Schon lange hab ich mir vorgenommen, ein Hochbeet zu bauen und Erfahrung mit dieser Art der Gartenbewirtschaftung zu sammeln. Aus Zeitmangel wurde das Projekt immer wieder aufgeschoben, bis ich mir letztes Wochenende endlich ein Herz gefasst hab. Ich konnte das vom Sturm zerfledderte und bereits verwilderte Gewächshaus einfach nicht mehr sehen und hab es kurzerhand zur Hochbeet-Herberge umfunktioniert.
Fliederblüten-Sirup
Fast unser ganzes Grundstück ist von einer dichten Flieder-Hecke (Syringa vulgaris) umgeben. Schon seit einigen Wochen duftet alles nach den wunderbaren Blüten. Grund genug, einmal mehr über diese Pflanze in Erfahrung zu bringen, die zumeist nur als (schwach giftiger) Zierstrauch bekannt ist.
Rhabarber – das Warten hat sich gelohnt
Vor eineinhalb Jahren hab ich einen jungen Rhabarber-Stock in den Gemüsegarten gesetzt und ihn seither ganz nach „Vorschrift“ in Ruhe gelassen und nicht bzw. kaum geerntet. Dadurch hatte die Pflanze Zeit, ihre unterirdischen Knollen zu kräftigen und zu verbreiten.
Jetzt ist es endlich soweit. Der Rhabarber treibt aus wie wild, hat schon jede Menge dicke, saftige Stiele und versucht nebenbei auch einen Blütenstand nach dem anderen in die Höhe zu treiben. Diese muss ich ihm aber leider kappen, weil sie ihm zuviel Energie kosten und die Ernte schmälern würden. Aber auch sie sind verwertbar und schmecken beispielsweise sehr fein im Salat.
Alle Jahre wieder …
Alle Jahre wieder schießt der Bärlauch im nahegelegenen Auwald flächendeckend aus dem Boden. Während in unserer Küche normalerweise Knoblauch in fast jedem passenden Gericht landet, wird dieser nun seit mehreren Wochen durch seinen „sanften Bruder“ frisch aus dem Wald ersetzt. Dieses Jahr hab ich auch ein paar neue Dinge ausprobiert.
Cremes mit Wollwachsalkohol
Nach Tegomuls hab ich nun erstmals Wollwachsalkohol als Emulgator für die Creme-Herstellung ausprobiert. Abgesehen davon, dass dieser Stoff seine Herkunft geruchsmäßig besonders beim Erwärmen nicht verbergen kann, bin ich wirklich begeistert. Die Endprodukte sind extrem angenehm auf der Haut.
Origami-Pflanztöpfe aus Altpapier
Die Karwoche war dieses Jahr nicht wirklich erbaulich: Mama im Krankenhaus, viel Arbeit in der Firma, Deadline für die Wohnungsräumung und zwei der drei Helfer krank, mieses Wetter mit argem Sturm … ein Wunder, dass doch alles irgendwie fertig geworden ist und geklappt hat. Abseits des ganzen Wahnsinns bin ich kaum zu etwas Anderem gekommen. Nur meine Sämlinge haben ein bisschen Aufmerksamkeit eingefordert. Einige davon sind mittlerweile so groß, dass sie umgetopft werden müssen. Und da ich Plastik(-Blumentöpfe) aus unserem Haushalt soweit als möglich eliminieren möchte, habe ich kompostierbare Origami-Pflanztöpfe aus Zeitungspapier gefertigt.
Selbermacher-Gummibärli
Was macht man mit einem riesigen Haufen eingefrorener Bergzitronen, die man im Herbst nicht mehr verwerten konnte? Selbstgemachte Gummibärli, eh klar. 🙂
Moose – faszinierende Pflanzen
Unser Rasen (oder besser gesagt unsere wilde Wiese) ist nach dem Winter stellenweise sehr dicht mit Moos durchsetzt. Besonders an schattigen Stellen und im vorderen „Waldbereich“ hat der Moosteppich teilweise fast alle anderen Pflanzen verdrängt. Deshalb hab ich mich über diese Pflanzen einmal ein bisschen schlau gemacht und bin dabei neben interessanten Fakten auch auf ungewöhnliche Verwendungsmöglichkeiten gestoßen.
Alte Autoreifen im Garten-Betrieb
Schon seit einigen Jahren verwende ich mehrere Sets ausrangierter Autoreifen um im Garten hocheffizient Erdäpfeln anzubauen. Heuer ist mir auch der Gedanke gekommen, diese Konstruktion davor noch als einfaches Frühbeet zu nutzen.
Samenanbau
Ab Anfang März wird’s ernst: Die Gartensaison beginnt mit dem Vorziehen von Tomaten-, Paprika-, Physalis- und allerlei anderer Pflanzen. Die Fensterbänke füllen sich und man fragt sich, woher man bloß im Vorjahr die unzähligen Anzuchtgefäße genommen hat. Zudem sind die meisten davon rund und nutzen den Platz auf der Fensterbank daher nicht optimal aus. Das hat sich dieses Jahr geändert – dank Tetra-Pak. 🙂
