Ein Herbarium entsteht

Im Rahmen meiner Ausbildung zur diplomierten Kräuterpädagogin muss ich in den kommenden Monaten ein Herbarium über mindestens 40 Wildkräuter anlegen. Bisher hab ich die neuen Fundstücke nach dem Bestimmen immer nur fotografiert und das mühsame Pressen und Archivieren für unnötigen Aufwand gehalten. Die paar Wochen Arbeit an meinem ersten gepressten Pflanzenarchiv haben mich nun eines Besseren belehrt. Es ist ein Riesenunterschied, ob man die Pflanze nur einmal kurz fotografiert oder aber über einen längeren Zeitraum fast täglich in die Hand nimmt.

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Cola selbstgemacht

Seit letztem Jahr steht in meinem Kräutergarten eine Eberraute – wegen ihres charakteristischen Geruchs und Geschmacks auch Colakraut genannt. Die winderharte Staude ist gut über die kalte Jahreszeit gekommen und hat nun schon wieder kräftig ausgetrieben. Diese Woche hab ich kurzerhand einige Triebe gekürzt und aus dem duftenden Grün selbstgemachte Cola-Limonade fabriziert.

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Blüten verarbeiten mit den Kräutermädels

Gestern war wieder ein langersehntes Treffen unserer Kräutermädels – diesmal im Burgenland bei Karin. Nach einem Besuch am Markt der Erde in Parndorf haben wir uns einen Tag lang ganz der Verarbeitung von Blüten verschrieben und neben Blütensalz, -zucker und -schokolade auch verzuckerte Blüten und Kräuterkissen hergestellt. Herrlich! Diese Arbeit bietet fast allen Sinnen reiche Nahrung: Wunderschön anzusehen, Textur, Duft und Geschmack vom Feinsten!

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Heidelbeerpiroggen

Nachdem wir vor ein paar Wochen das wunderbare Theaterstück Heidelbeerpirogen von Beatrice Gleicher gesehen haben und dort auch mit der gleichnamigen Speise verköstigt wurden, musste ich das einfach selber nachkochen. Einschlägige Rezepte hab ich im Netz nicht allzu viele gefunden. Vom Hefeteig, über eine Art Nudelteig mit Butter bis hin zu Blätterteig war da alles dabei. Ich hab mich für eine ganz einfache Mischung entschieden und bin hochzufrieden mit dem Ergebnis.

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Unser Oster-Luxusmenü: Hopfenspargel

Vor ein paar Jahren hab ich an beiden Seiten der Terrasse Hopfen gepflanzt. Zum einen, weil ich die Pflanze sehr attraktiv finde – besonders, wenn sie an der Regenrinne entlang bis unters Dach hochklettert. Und zum anderen natürlich, weil Hopfen eine tolle Heilpflanze ist und ich damals auch schon mit dem Bierbrauen geliebäugelt habe. Taugt ihm der Platz, ist der Hopfen kaum mehr zu bremsen. Jahr für Jahr rücken mehr Triebe nach, heuer ist bereits die angrenzende Wiese voll davon. Also hab ich mich ans Ernten gemacht und ein einfaches, aber trotzdem luxuriöses Ostermenü daraus kreiert.

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Ein Tag im Zeichen der Bäume

Letzten Samstag hatten wir das erste Kräutertreffen dieses Jahr. Der ganze Tag stand im Zeichen der Bäume und – zur Jahreszeit passend – deren Knospen. Monika hat uns einen unfassbar interessanten und lehrreichen Tag organisiert, der jeden professionellen Kräuterkurs in den Schatten gestellt hat. Ein riesengroßes Dankeschön an dieser Stelle!
Wir haben Bäume bestimmt, Knospenzucker und -salz hergestellt, Mazerate und Tinkturen angesetzt, Salben gerührt und natürlich auch Schmankerln verkostet.

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Gartenfreuden im Winter

Die Natur ist schon eine Wucht. Kaum ist es einmal zwei Tage sonnig und etwas wärmer, schieben die Pflanzen im Garten sogar mitten im Winter mächtig an. An private Projekte war vor lauter Arbeit diese Woche sowieso nicht zu denken. Aber der tägliche Rundgang im Garten ist wirklich eine Wohltat, heilt das gestresste Gemüt und hat diese Woche eine erstaunliche Vielfalt für diese Jahreszeit geboten.

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„Molokhia“ aus der Käsepappel

Molokhia ist ein typisch ägyptisches Gericht – eine grüne Gemüsesuppe mit sehr schleimiger Konsistenz. Meistens wird sie mit Fladenbrot aufgetunkt, wobei sie sogar Fäden zieht. Mir hat’s in meinen Tauchurlauben gut geschmeckt, allerdings hab ich die Speise daheim noch nie nachgekocht, weil mir die Hauptzutat – Corchorus olitorius, die „langkapselige Jute“ – bei uns noch nirgends zum Kauf untergekommen ist. Nun hab ich mehr Informationen darüber eingeholt und kurzerhand beschlossen, das Ganze mit einer einheimischen verwandten Pflanze – der Malve oder „Käsepappel“ – nachzukochen.

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Holunder de luxe

Diese Woche hat mich eine Verkühlung ziemlich ausgebremst. Mit dem Brummschädel waren mir auch wenige Programmierstunden am Tag fast zuviel. Aber wenigstens in der Küche hab ich mich ein bisschen nützlich gemacht und ein paar neue Wintervorräte angelegt.
Hollersaft hab ich schon jede Menge eingeweckt, und trotzdem haben mich die prallen Beeren hinten im Garten nochmal auf den Plan gerufen. Also hab ich mir Mitte der Woche alleine zu Mittag eine Hollersuppe mit Kokosnockerln fabriziert, die zu einem echten Gourmet-Essen wurde.

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